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La Palma

In einen zehn Kilometer breiten Krater schauen

Die nordwestlichste der Kanareninseln, La Palma, wird als die schönste dieser spanischen Inselgruppe bezeichnet und wurde von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Sie ist wie die Nachbarinseln vulkanischen Ursprungs, doch hat sie sehr viel mehr Grün, ja sogar richtige Wälder, und mehr als 70 verschiedene Pflanzenarten, von denen so manche nur hier wächst, vorzuweisen. La Palma ist die fünftgrößte Insel der Kanaren mit einer Fläche von 708,32 Quadratkilometern, auf einer Länge von 42 und einer Breite von 28 Kilometern.

Insbesondere Wander- und Naturfreunde verbringen ihre Ferien gern hier, die touristischen Strukturen (7.500 Betten) sind noch nicht so ausgeprägt wie auf Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura.

Einmalig ist der imposante zehn Kilometer breite Krater im Nationalpark Caldera de Taburiente, entstanden aus einem eingestürzten Vulkankegel. Am Rand desselbigen befindet sich der höchste Berg La Palmas, der Roque de los Muchachos (Felsen der Jünglinge), der mit seinen 2.426 Metern nach dem Teide auf Teneriffa der zweithöchste Berg der Kanaren ist. Auf dem Berg wurde, der sauberen Luft wegen, ein großes Sternenobservatorium gebaut. Den Roque zu erklimmen, stellt für Wanderer natürlich eine Herausforderung dar. Der Aufstieg geht über verschiedene Vegetationsstufen, vorbei an Bananen- und Avocadoplantagen, Weinbergen, durch Barrancos (Schluchten) bis zur kargen Hochgebirgslandschaft. Vom Gipfel des Roque de los Muchachos, wo noch Vulkanschlote zu bewundern sind, bietet sich ein schöner Blick auf die Nachbarinseln La Gomera, Teneriffa und El Hierro. Eine Theorie nach kann es zum Abbruch eines Teils des so genannten 'Supervulkans' auf La Palma kommen, der nicht nur die Zerstörung der Insel zur Folge hätte, sondern auch eine riesige Flutwelle, die an der Ostküste Nordamerikas angekommen, immer noch eine Höhe von etwa 40 Metern haben kann. Heute und morgen soll dies jedoch noch nicht geschehen.

Auf La Palma leben knapp 87.000 Einwohner, davon rund 16.000 in der Hauptstadt Santa Cruz de la Palma. Weitere Ansiedlungen sind Puerto Naos und Los Cancajos (Touristenzentren), San Andrés und Barlovento im Norden, Los Llanos und Tazacorte im Westen, Los Canarios im Süden und Villa de Mazo im Osten. Von A nach B lässt sich über ein gut ausgebautes, 1.200 Kilometer langes, Straßennetz mit asphaltierten kurvenreichen Hauptstraßen gelangen. Wer nicht täglich wandern und unterwegs sein, sich stattdessen zwischendurch erholen möchte, kann dies an einem der schwarzen Sandstrände tun. Davon gibt es zwar nicht all zu viele und der eine oder andere ist mitunter obendrein schwer zu erreichen, doch dafür sind sie schön, romantisch und ruhig. Beliebt bei deutschen Touristen sind die Playa Nueva unweit von Puerto Naos, La Laveta nördlich von Tijarafe und La Zamora bei Fuencaliente, von letzterem bietet sich ein Spaziergang Leuchtturm (auch Restaurant) an der Südspitze der Insel an. Es gibt sogar einen FKK-Strand auf La Palma, in Puerto Naos, die Playa Las Monchas.

Empfehlenswert sind Ausflüge nach Maroparque, einen tropischen Garten mit vielen Tieren und Pflanzen, oberhalb der Hauptstadt in einer Schlucht gelegen; in den Parque arqueológico de Belmaco, einen archäologische Park mit Höhlenwohnungen und Felsbildern in der Nähe von Mazo; in einen weiteren archäologischer Park bei Garafia; zur Grotte Cueva Bonita bei Tijarafe sowie zum Barranco de Madera.


Mehr Infos zu La Palma:


www.kanaren-virtuell.de/la-palma La Palma - die Wanderinsel
www.la-palma-virtuell.deInsel La Palma - bei Wandern und Astronomen besonders beliebt
Kanu Wandern und Kajak Touren












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