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El Hierro

Insgesamt gibt es sieben kanarische Inseln, wovon El Hierro die westlichste und kleinste ist. Insgesamt leben auf der Insel etwa 10.600 Menschen. Im Jahr 2000 wurde El Hierro zum Biosphärenreservat durch die UNESCO erklärt.

Seinen besonderen Charme besitzt die Insel auch dadurch, dass sie bis jetzt eben noch kein typisches Touristenziel ist. Das zeigt sich schon in den Möglichkeiten der Unterbringung in einem Urlaub hier. Der Inselrat setzt auf einen sanften Tourismus und verhinderte, dass große Hotelkomplexe oder Apartmentanlagen entstanden. Wer hierher in den Urlaub reist, kommt in erster Linie in privaten Fincas oder Ferienhäusern unter.

Für eine Bade- oder Strandurlaub kommt El Hierro aufgrund des herrschenden Klimas eher nicht in Frage. Es zieht vor allem Menschen hierher, die zum Beispiel Wandern oder mit dem Fahrrad die Insel erkunden wollen. Es fehlen außerdem die bei Touristen beliebten typischen Sandstrände. Der einzige wirklich schöne Strand ist nur rund einhundert Meter lang und befindet sich im Westen der Insel. Es gibt aber an der Küste immer wieder kleinere Badebuchten, die vor allem mit dem sehr sauberen Wasser locken. An der Nordwestseite von El Hierro gibt es zum Beispiel ein kleines Meeresschwimmbecken, das durch Mauern vor der Brandung geschützt wurde und so zum Baden ideal ist.

Dass die Insel keine typische Badeinsel ist, liegt vor allem am Wetter. Nur in den Monaten August und September steigt das Thermometer auf durchschnittliche Werte über 25 Grad Celsius. Dafür wird es aber auch in den Wintermonaten zumindest in den Küstenregionen nicht wirklich kalt. Die Nordostseite der Insel ist geprägt durch den häufigen Regen, da sich die Wolken hier an den Bergen abregnen. So kommen sie auf der Südwestseite nicht mehr an. Im Vergleich zu den anderen Kanarischen Inseln ist das Klima auf El Hierro etwas rauer und weniger beständig, teilweise wehen auch die Winde sehr heftig. Daher ist das Baden im Meer nicht immer ganz ungefährlich, denn der Wellengang kann schon manchmal recht hoch sein.

Wer zum Wandern nach El Hierro kommen will, der sollte am besten den Frühling für den Urlaub wählen. Die Pflanzen sind dann noch grün von den vielen Regenfällen im Winter, es ist aber nicht mehr so neblig. Damit hat man vor allem bei Kammwanderungen eine ausgezeichnete Sicht. Die Nebel kehren erst im Herbst wieder zurück und senken sich dann zum Teil bis auf 500 m nieder.

El Hierro kann man als felsige und "wilde" Insel bezeichnen. Die Natur wirkt hier zu großen Teil noch unberührt und intakt. So findet man auf den Erkundungstouren riesige Buchen und Sadebäume, die bis zu eintausend Jahre alt werden können.

Auf El Hierro gibt es den so genannten Obstgarten. Das ist ein sehr fruchtbares Tal, in dem Papayas, Bananen und Ananas angebaut werden. Das Tal wird durch den Halbkrater El Golfo im Nordwesten der Insel mit seinen Felswänden, die bis zu eintausend Meter aufragen, gebildet. Fast sieht es aus wie ein Amphitheater.

El Hierro wird von Deutschland aus aber nicht direkt angeflogen. Es gibt aber die Möglichkeit, zum Beispiel nach Teneriffa zu fliegen und von dort aus mit der Fähre nach El Hierro überzusetzen.


Mehr Infos zu El Hierro:


El Hierro - Kanarische Inseln - die kleinste der Kanaren












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